Lesung in der Alten Sternwarte mit Wolfgang Vater
Eine romanhafte Biographie steht auf unserem Programm. Dabei wird uns am 20. Juli in der Alten Sternwarte eine Persönlichkeit vorgestellt, deren Leben Stoff für mehrere Romane bieten würde. Wolfgang Vater gelingt es aber die ganze Vielfalt des Lebenswegs des Prinzen Ruprecht in einem Buch zu erzählen. Die Eltern des Protagonisten, Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, der unglückliche Winterkönig, und die englische Königstochter Elisabeth Stuart, sind auch nach rund vierhundert Jahren noch nicht vergessen. Ebenso seine Schwester Charlotte, die direkte Vorfahrin des aktuellen britischen Königs.
Dem Heidelberger Autor Wolfgang Vater ist es zu verdanken, dass nun auch Prinz Ruprecht, der Sohn, bzw. Bruder, in Erinnerung gerufen wird. Mit seiner Romanbiografie „Prinz Ruprecht – ein Pfälzer in englischen Diensten“ bringt er uns eine der interessantesten und auch abenteuerlustigsten Gestalten aus dem Hause der Wittelsbacher Pfalzgrafen nahe. Immer wieder zog es ihn in das Land seiner Mutter. Dort wurde er zum unermüdlichen Helfer seines Onkels, des englischen Königs Karl I. Nicht ungewöhnlich für dieses turbulente Jahrhundert war aber, dass er sich plötzlich auf der anderen Seite wiederfand und in französischen Diensten englische Schiffe auf hoher See jagte und aufbrachte. Für die Habsburger kämpfte er im Krieg gegen Schweden, bevor er den Weg zurück nach England fand und dort 1682 als hochverehrter Admiral starb. Sein Grab befindet sich in Westminster Abbey mitten unter den bedeutendsten Köpfen dieses großen Reichs. Ruprecht war aber nicht nur ein großer Krieger und mutiger Seemann. Er betätigte sich auch als Naturforscher, Künstler und Erfinder. Auch davon ist in der Romanbiografie die Rede.
Mit Wolfgang Vater begrüßt das LeseZeichen einen Spezialisten für die kurpfälzische Geschichte. Regelmäßig greift er Personen, Ereignisse oder Epochen aus der reichen Vergangenheit unserer Region heraus und schildert sie lebhaft seinen Leserinnen und Lesern. So nahm er sich Aufstieg und Fall des Winterkönigs ebenso vor, wie die Flucht hugenottischer Familien aus Frankreich in die Pfalz. Diese kleine Auswahl aus seinem Werk zeigt auch, dass Vater die Form des historischen Romans nutzt, um den Blick auf alle Gesellschaftsschichten zu lenken, vom Adel bis hin zu den Handwerkern, Bauern, Knechten und Mägden. Auch die unterschiedlichsten Orte und Gebäude der Region speilen in seinen Büchern eine Rolle. Und da passt die Alte Sternwarte als Ort unserer Lesung natürlich hervorragend. Wurde sie doch unter Verantwortung eines Kurfürsten von der Pfalz erbaut. Allerdings erst mehr als einhundert Jahre nach dem Tod Prinz Ruprechts.
„Prinz Ruprecht – ein Pfälzer in englischen Diensten“
Lesung mit Wolfgang Vater, Montag, 20. Juli 2026, 18.00 Uhr, Alte Sternwarte Mannheim.
Eintritt 8 Euro.- Karten können per Mail an info@lesezeichen-mannheim.de reserviert werden.

